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“... und so hatte ich mich aufgemacht, um Frau Bebelt aufzusuchen. Eine freundliche Tochter des Hauses hatte mir nach meinem
Klingeln die Wohnungstür geöffnet und mich zum Zimmer der betagten Dame geleitet, mir einen Sitzplatz angeboten. `Die Oma kommt gleich´, versicherte sie mir und verschwand durch die Tür. Geduldig saß ich da,
während meine Augen das Zimmer der Altvorderen inspizierten. Nach geraumer Zeit klappte eine Tür auf und in ihrem Rahmen erschien Marga Bebelt, mit einem blütenweißen Nachthemd bekleidet, aus dem am unteren Ende
zwei Beine sprießten, die kaum merklich fülliger waren als die Krückenstangen, mit Hilfe derer die Dame sich fortbewegte in einem Tempo, das mir als eine Auslegung erschien des Bibelwortes aus 2. Petrus 3, 8: `Eins
aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.´ ...
`Ja, wissen sie, Herr Doktor, äh - Herr Pfarrer, da habe ich immer so kleine Männchen gesehen, so kleine Männchen mit Bart.
Da dachte ich, du musst doch mal zum Augenarzt gehen. Und das hab ich gemacht. Und als ich das mit den Männchen dem Augenarzt erzählt habe, guckt der mir in die Augen und meint: `Frau Bebelt, dass sie kleine
Männchen mit Bart sehen, das liegt nicht an ihren Augen, das muss an den Nerven liegen!´...”
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